Donnerstag, 2. Oktober 2014

Ein Gedicht von Arif Molliqi

Arif Molliqi geboren 1953 in Lluka e Epërme - Deçan. Grundschule und Gymnasium in Deçan, studierte an der Universität Prishtina. Mit Abdeckung wurde ohne nachweisbare aber zunächst provoziert so viel Poesie eingeleitet, so begann mit Humor und Satire, dass später schrieb Lyrik, Prosa, Drama und Journalismus. Er veröffentlichte: "Symphonie für die Hunde Abendessen", Poesie, Pristina, 1994, "The Silent Crossroads" (Gedichte), Toena, Tirana, 1996, "Spiel des Sarkophags" (Drama), Eurorilindja, Tirana, 1998, "Seufzer der Würfel" (Gedichte), Panteoni, Tirana, 1999 "Kollision" (Skizzen und Impressionen), Fakti, Shkup, 2000, "Die Premiere einer Feder" (Gedichte), Rilindja, Prishtina, 2000, "Kafka der Wolf "(Roman), Toena, Tirana, 2001" Märtyrer leben nach dem Tod "(Monographie), Prizren, 2002" Hinweise von Stadtarchiv D. "(Roman), F. Konica, Prishtina, 2003 "Wallfahrt kalt in D der Stadt." (Gedicht) F. Konica, Prishtina, 2004, "Das zweite Spiel des Sarkophags" (Drama) Rozafa, Prishtina, "Porträt der unvollendeten" (Gedichte ) Faik Konica, Pristina, 2006, Albanische-Club "Erlen von Lluka" - Hamburg "(Monographie), 2007, "Gemalt nackte Frau "(Roman) Faik Konica, 2008" "Dog Symphony für das Abendessen" (Gedicht).
Er Lebt in Deutschland
.
 
 
Dauerregen im Herbst
 
(1)
 
Wie bedrückend ist doch der Herbst einem Ausgewanderten
wenn seine Blätter fallen tief in der Seele
die Trauer erblickte ich diesen Herbst
als das Licht schwand und die Vögel aus meinen Wunden
das vergangene Jahr nagte an mir im Inneren
kein Tropfen fiel in mein Herz vom durchbohrten Stein
bittere Reden die diese schweren Wetter schenken
gabs keine Menschen deine Leiche zu säubern
doch weiß man wie oft Regen auf deine Stirne fiel
noch dauert dieses Unglückswetter an, doch einmal muss es trocknen
 
(2)
 
Ruhe verborgen im Nebel der Erinnerungen, die dich verraten
bei den Wanderungen über den endlosen Ozean fühlst du die Träne
Wenn ich durch Wasser verbrenne und der Hagel nichts hilft
komme ich zu mir vom feuchten Blut und breche auf
Lass es regnen an den Samstagen und den Sonntagen des Gebets
durch Gebet und Regen ist die Seele nicht zu reinigen
weder  trockene Tränen auf den Lippen, meinem Alter gechuldet
noch ferne Kinderjahre geben Erlösung hierzulande
 
(3)
 
Euch soll ich erzählen vom hiesigen Leben wenn der Regen fällt
zuerst durchnässen meine Lumpen
im Gesicht Tränen und Regen nicht unterscheidbar
Es gibt keine streunenden Hunde
diese halten die Damen in den Salons
sie lernen dort zu bellen und zu singen
Schwarzen Katzen, die deinen Weg kreuzen
gehört am Wochenende der Haarsalon
zum Säubern des schwarzen Fells
Köpfe von Wölfen und Schlangen
zu sehen im Panoptikum
mit vertauschten Zähnen und Haut
Ratten hausen in den städtischen Kanälen
sie kontrollieren die angepinkelten Liebhaber
die sich nach Europas Schwanz sehnen
Hier gibt es etwas, wenn es regnet
Das bist Du und Ich
_____
Poesie aus dem Albanischen übersetzt von Jochen Blanken

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen